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Sprache in der Mathematik/Sprache und Mathematik

Die Verwendung von Problemen aus dem Alltagsleben als Kontext für den Unterricht hat mehr „Sprache“ in den Unterricht gebracht. Es steht mehr Sprache in den Lernbüchern als je zuvor. Und in den verschiedenen Kontexten des Unterrichts wird heute viel mehr, auf unterschiedliche Arten wie auch auf unterschiedlichen Niveaus gesprochen; das gilt für die Kommunikation der Schüler untereinander wie auch für die Kommunikation mit dem Lehrer.

Die Erfahrung lehrt, dass sprachlich schwache Schüler und Kinder von Einwanderern dadurch in allen Fächern, mündlich und schriftlich, Schwierigkeiten haben. Dies kommt im Fach Rechnen/Mathematik im täglichen Gebrauch der drei „Sprachen“, die der Lehrer und die Schüler in ihrer Kommunikation verwenden, zum Ausdruck: der Sprache, die die Verwendung von Kontexten mit sich bringt (Kontextsprache), den Begriffen und Formulierungen, die zur Fachsprache gehören und der Sprache, mit der Lehrer und Schüler über Ideen, Argumente und Methoden diskutieren und nachdenken (Argumentationssprache).

Ansatz

Was ein Schüler im Kontext verschiedener Aufgaben sagt, zeichnet und/oder aufschreibt, macht sichtbar, wie er den Lehrstoff in dieser Frage versteht (Verständnisniveau im Bereich Rechen/Mathematik) und in welchem Maße seine Fortschritte im Lernprozess durch Sprachprobleme beeinträchtigt werden (Sprachentwicklung).


Ziele des Workshops:

  1. Die Probleme der eigenen Praxis erkennen und ordnen.
  2. Faktoren und Prozesse, die Probleme verursachen (und aufrechterhalten), erkennen.
  3. Maßnahmen überlegen, die die Sprachfertigkeit der Schüler im Bereich Rechnen/Mathematik verbessern und einige davon in der eigenen Praxis ausprobieren.
  4. Diese Maßnahmen in ein gemeinsames Verbesserungskonzept integrieren.

Arbeitsweise

Der Workshop ist problemorientiert angelegt. Wir machen die Ursachen des Scheiterns im mathematischen Lernprozess ausfindig und versuchen, uns die Effekte geeigneter Maßnahmen vorzustellen. Diesbezügliche Ideen werden in einem kleinen Experiment in der eigenen Praxis überprüft. Und die gewonnenen Erfahrungen werden in einem gemeinsamen Plan zur Verbesserung verarbeitet.
Es werden folglich keine Rezepte abgegeben oder ausprobiert. Vielmehr wird ein kleines Unterrichtsexperiment geplant, durchgeführt und evaluiert, das sich mit der Frage auseinandersetzt, welche Art des Unterrichtens den Lernprozess und die Sprachentwicklung fördert. Der Schwerpunkt liegt darauf zu beobachten, wie Schüler auf das reagieren, was in der Unterrichtsstunde geschieht, über Ursachen und Folgen nachzudenken und die Folgen einer geänderten Form des Unterrichtens gedanklich vorwegzunehmen.

Organisation

Es handelt sich um einen zweitägigen Workshop. Zwischen dem ersten und dem zweiten Tag führen die Lehrkräfte ein Experiment in der eigenen Praxis durch, um Probleme sichtbar zu machen und die erwarteten Effekte neuer Lernaufgaben zu prüfen. Die Teilnehmer halten die gewonnenen Erfahrungen in einem Bericht fest, der beim zweiten Treffen mit den anderen Teilnehmern diskutiert wird.

Ablauf der Weiterbildung

Tag 1     Tag 2
Voormittag: Problematisierung
Nachmittag: Vorbereitung der Praxisaufgabe

Praxisaufgabe
  • Durchführung
  • Verarbeitung der gesammelten Informationen und gewonnenen Erfahrungen in einem Bericht.
Vormittag: Berichterstattung und Diskussionen
Nachmittag: Organisation eines gemeinsaemen Verbesserungskonzepts





2/27/2012Weitere Informationen? deutschland@cito.com